Thilo Sarrazin und der Sozialstaat


Wenn ein Kind 2 mal die Hausaufgaben nicht gemacht hat, dann wird den Eltern das Kindergeld gekürzt.

Eine sehr interessante Aussage von Thilo Sarrazin, der im Vorstand der Deutschen Bundesbank sitzt und Berliner Finanzsenator war.

Wie soll so etwas denn funktionieren? Wie sollen die Eltern überprüfen, ob Hausaufgaben aufgegeben wurden? Wer gib ihnen diese Information? Wann sollen sie es überprüfen, wenn sie Schicht arbeiten müssen oder Spätschicht haben? Ab wann ist eine Hausaufgabe nicht gemacht, was wenn das Kind die Aufgaben wirklich nicht verstanden hat? Was passiert, wenn der Lehrer die vergessenen Hausaufgaben nicht weiterleitet, macht er sich dann strafbar? Fällt das unter Sippenhaft? Darf eine Sozialleistung wie das Kindergeld einfach so gekürzt werden?

Aber diese Fragen sind eigentlich komplett Nebensächlich, denn die Hauptfrage ist:

Sollen wir Kinder verhungern lassen, wenn sie nicht gut in der Schule sind?

Soll hier ein wenig Sozialdarwinismus eingeführt werden, oder wollte Herr Sarrazin einfach nur den Mund aufreissen, damit er nicht vergessen wird?

8 Responses to “Thilo Sarrazin und der Sozialstaat”

  1. Es wird wohl Letzteres sein – er macht es wie der König: Möglichst laut irgendwelchen Unsinn verzapfen. Je unsinniger, desto größer der Wirbel, ergo wirksamer die Aktion.

    Ne echt billige Nummer, die die da abziehen.

  2. Vergessen wird er sicher nicht werden, bei den Unmengen an Steuergeldern die uns dieser Herr schon gekostet hat.

  3. Das hat doch alles Methode…

    Ob ein Herr Sarrazin oder ein Herr Westerwelle, mit solchen Aussagen geben sie nicht ihre eigentliche Meinung wieder, sondern verfolgen andere Ziele.

    Welche das bei Herrn Sarrazin sind habe ich noch nicht wirklich durchschaut, bei unserem amtierenden Außenminster ist es offensichtlicher: Er will den Keil, der ohnehin schon zwischen ALGII-Empfängern und Arbeitnehmern (besonders im Bereich Geringverdiener) steckt, noch weiter zwischen diese treiben, damit die Verhinderung einer Erhöhung der ALGII-Regelsätze mehrheitsfähig wird. (das passiert wenn man alle Informationen in einen Satz packen will :p )

    Ich vermute das zielt bei Sarrazin auf ähnliche Ziele ab. Kann sich jemand nen Reim machen?

  4. „Sollen wir Kinder verhungern lassen, wenn sie nicht gut in der Schule sind?“

    Auf so einen Satz muss man in dieser Diskussion erst mal kommen. Zeigt er doch nur, dass der Blogger dieses Artikels nur mal was zum Besten geben wollte, von dem er eher wenig Ahnung hat. Eine Forderung Kinder verhungern zu lassen ist von Herrn Sarrazin nie gestellt worden. Leider gibt es eine Menge beeinflussbarer Leute in Deutschland, denen man anscheinend erfolgreich das Denken abgewöhnt hat. Dann kann es schon mal vorkommen, dass aus einer Aussage, die darauf ausgerichtet ist ein Problem zu lösen, ob es das richtige Problemlösungsangebot ist darüber kann man sich streiten ein polemisierndes „Kinder verhungern lassen,wenn sie nicht gut in der Schule sind“wird.

    Einem Blog, in dem eine Partei ihren guten Namen hergeben muss, wird so ein Geschwafel jedenfalls nicht gerecht.

  5. Ich möchte hier noch explizit ergänzen, dass diese Frage nicht mein Gedankengang war. Aber Ddie Forderung, dass man das Kindergeld kürzen soll trifft gerade diejenigen, die wirklich sehen müssen, wie viel Geld sie beim nächsten Einkauf für Essen ausgeben.

    Nur dies wird leider von vielen Leuten, gerade in der Einkommensklasse von Thilo Sarrazin nicht mehr gesehen.

  6. Also ich finde die Forderung der Kürzung des Kindergeldes im Falle nicht-erledigter Hausaufgaben übertrieben. Allgemein muss ich jedoch sagen dass dies der einzige negative Punkt in Thilo Sarrazins Thesen ist. Richtig jedoch ist seine Feststellung über die (besonders in Berlin, Köln, Düsseldorf und anderen größeren Städten) vorherrschende Integrationsunwilligkeit und -unfähigkeit von Einwanderern aus der Türkei, dem arabischen Raum sowie aus Afrika sowie der Standpunkt, Geld „für seine schiere Existenz“ zu bekommen (im Zusammenhang mit der Hartz IV Debatte) sei eine absolute Fehlentwicklung. Leider äußert Herr Sarrazin seine Forderungen und Thesen sehr direkt und in einer sehr umgangssprachlichen Wortwahl, was oftmals an utopische Forderungen populistischer Parteien (Pro NRW, Die Linke etc) erinnert und somit bei der gebildeten Schicht einen schlechten Eindruck hinterlässt. Wichtig ist jedoch in meinen Augen die Hauptforderung auch im direkten Vergleich mit anderen Integrationsländern wie den USA oder Australien (wo nur qualifizierte Arbeitskräfte und nur bei Bedarf eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung bekommen): Eine von Grund auf neu gestaltete Integrationspolitik sowie eine Sanierung des Sozialsystems.

  7. Sie haben doch nun wirklich keine Ahnung, Sie Elbpirat.
    Der Mensch braucht Führung, man muß ihm sagen, wo’s lang geht.
    Erst Recht diese Hartzler und Migranten, die uns auf natürlichem Wege dümmer machen.

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