Es wird wieder Weihnacht


Es wird kälter, die Nächte länger, Schnee liegt uhrplötzlich auf Strassen und Schienen und irgendjemand hat Weihnachten mal wieder mindestens 5 Monate vorverlegt..
Alles Dinge, auf die niemand vorbereitet ist (dass Weihnachten so früh ist, hat mich dieses Jahr auch überrascht muss ich zugeben)
Aber was erlebt man da so alles? Hauptsächlich Chaos würde ich sagen, die Öffentlichen verkehrsmittel stehen plötzlich still, die privaten haben seit 3 Jahren abgefahrene Sommerreifen auf den Rädern und die Leute sind in Panik und Hetze.
Man sieht den Krankenwagen, der versucht die Strasse entlang zu kommen, aber keines der Autos macht Platz (was im Sommer eigentlich immer ganz gut klappt auf der Strecke), man läuft einen halben Kilometer an einer Strasse vorbei und kein einziges Auto überholt einen, die ganze Strecke über nicht, obwohl genug Autos auf selbiger sind.
Auf dem Markt und der Fussgängerzone herrscht wohl Kriegsrecht, oder nur allgemeine Orientierungslosigkeit? Man bleibt mitten im Fluss stehen um sich neu zu orientieren, ohne vorher ein wenig langsamer zu werden oder es irgendwie anzudeuten und schreit dann die Person, die einem reingelaufen ist an, denn es ist ja bald das Fest der liebe. Ja, das Fest der
Liebe, das wird auch von einigen radikalen Christen hochgehalten die da am Baum stehen und nebenbei noch erklären, dass DIE Sünde ausgemerzt werden muss (es wird noch gleich erklärt dass damit Homosexuelle gemeint sind und dass diese in der Hölle schmoren werden). Ein Pärchen schreit sich an, weil sie mitten in den Weihnachtseinkäufen merken, dass Liebe etwas ist, dass sie zwar haben, aber nicht miteinander. (die Umstehen freut es die Details, wer, wann mit wem und wie zu hören.)
Aber nur kurze Zeit später sind wir in einem Geschäft und wollen von Punkt A (Eingang) nach Punkt B (erhoffter Lagerpunkt des zukünftigen Geschenks, andere Seite des Geschäftes) und treffen dort auf einige andere abwechslungsreiche Encounters (als Rollenspieler bin ich sehr in Versuchung hier einige Tabellen zu erstellen), angefangen von “Stelle meinen Einkaufswagen an der engsten Stelle ab” über “Rede vor der Fleischtheke über mein vereitertes Kniegelenk und wie das letzte Woche aufgegangen ist”, die man ja vom samstäglichen Einkauf her kennt, bis hin zu einigen seltenen Exemplaren. Zu Diesen gehörten die Leute, die jeden, der mit der Rolltreppe nach oben fährt, anschreien, weil die Rolltreppe deswegen nicht mehr die Fahrrichtung wechselt (die Rolltreppe nach unten ist nur 2 Meter weiter und in welchem Buchgeschäft gibt es Rolltreppen mit wechselnder Richtung?). Aber diese sind fast noch angenehmer als die Kunden, die der Meinung sind, dass sie auf dem Austritt der Rolltreppe stehen bleiben müssen um sich umzusehen. Dann die schönen Gespräche, wenn eine Mutter einen Comic für die 7 jährige Tochter kaufen will und sich nicht zwischen Deathnote und Watchmen entscheiden kann (ich musste mich zusammenreissen um ihr nicht Preacher zu empfehlen ;).
In diesem Sinne möchte ich euch allen EIN SCHÖNES UND GERUHSAMES FEST UND EINEN GUTEN RUTSCH zuschreien.

Euer entspannt im Zug heimfahrender Ralph.

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