Westerwelle: „Das ist Deutschland hier“


Gestern Abend eine Pressekonferenz mit unseren zukünftigen Aussenminister, ein Journalist der BBC bittet darum eine Frage auf englisch stellen zu dürfen und bittet um eine Antwort auf englisch.

Was ist die Antwort?

„Ich bitte Sie, bei allem Verständnis. So wie es in Großbritannien üblich ist, dass man selbstverständlich englisch spricht, so ist es in Deutschland üblich, dass man hier in Deutschland deutsch spricht.“

Ich erwarte, dass in den entsprechenden Internetforen bald die ersten Photoshops auftauchen mit Westerwelle, der einen Journalist in eine Grube tritt.

21 Responses to “Westerwelle: „Das ist Deutschland hier“”

  1. uh, is see that the wordpress.com server is located in the USA. so, why the fuck isn’t this blog written in english? i expect shoops, showing you, kicked in a pothole.

  2. ist doch kein wunder, dass er kein englisch sprechen will, wenn man hier hört wie gut er englisch sprechen kann: http://lil.io/5nJ

  3. Wußte gar nicht, dass der Herr Aussenminister in spe sich so einen aus der Krone bricht, wenn er in englischer Sprache spricht. Ganz schön peinlich, und das ist noch das geringste Übel daran. Man stelle sich vor, eine Hillary Clinton kommt bei einem zukünftigen Gipfel an Guido herangetreten um sich mit ihm über irgendeinen Sachverhalt strategisch abzustimmen und unser Guido versteht nur die Hälfte oder gar etwas ganz falsch…
    Ganz zu schweigen davon wie man zB in arabischen Ländern reagiert, wenn dortige Vertreter jeglichen Kontakt mit Guido verweigern, weil Homosexualität dort immer noch geächtet ist. In manchen Ländern werden deswegen Männer sogar hingerichtet. Ich betone ausdrücklich, dass ich solch eine Ächtung keinesfalls gutheiße, im Gegenteil ich verurteile Sie, aber es ist nun einmal so und das ist so glaube ich keine gute Ausgangsbasis für diplomatische Beziehungen.

  4. Hallo liebe Piraten,
    jedes Volk sollte doch seine Sprache haben. Wie haben doch eine! Es sterben eh viel zu viele Sprachen aus (Indianer etc.) Unsere Amtsprache ist auch DEUTSCH!
    Euer Hans

  5. Die naheliegendste erklärung dürfte wohl sein, dass Guido Westerwelle keine brauchbaren Englischkenntnisse hat:

    http://anarchistenboulevard.wordpress.com/2009/09/29/guido-westerwelle-fdp-bonn-die-briten-und-anderes/

  6. @hans: Da hast du vollkommen Recht. Ich zumindestens wollte auch nicht andeuten, dass der englischsprachige Reporter in der Pressekonferenz sich richtig verhalten hat, als er Guido bloßstellen wollte. Herr Westerwelle hatte durchaus das Recht englischsprachige Fragen und Antworten zu verweigern. Nur bleibts peinlich dass er als Politiker mit Ambitionen auf das Aussenministerium nur ein recht gebrochenes Englisch spricht. (Ich setze mal voraus, dass das gepostete Video von oben repräsentativ ist und er nicht einfach nen schlechten Tag hat.)

  7. Wieso soll das peinlich sein, wenn ein deutscher Politiker in einer Pressekonferenz zur deutschen Wahl Deutsch spricht?

  8. @Karl Eduard: Bitte nichts reininterpretieren was nicht dasteht. Ich habe nicht behauptet, dass es peinlich ist, dass er bei der Pressekonferenz deutsch spricht, sondern dass er generell schlecht englisch spricht. Und bevor du fragst, das widerum ist peinlich, weil anerkanntermaßen Englisch die „Weltsprache“ ist und in diplomatischen sowie wirtschaftlichen Kreisen (international) Vorraussetzung ist.

  9. Guido ist nicht das Volk, sondern waere gerne sein Vertreter. Am liebsten ueberall, und wer sich als Aussenminister handeln laesst koennte in so einer Situation schon etwas eleganter sein. Wir sind schliesslich Europa. Glamour-Guido bricht damit trotzdem kein Zacken aus der Krone.

  10. @ desperado:
    We are looking forward to the pressconference of the first secretary of interior by the german pirate party in only four years. We will start that pressconference in english, because pirates are neither unwilling nor unable to speak it – and pirates are not disrespectful. Mr. Westerwelles snobbish behaviour will give the world a very distorted image of our county. How was the slogan of the world football cup in Germany only some years ago? „Zu Gast bei Freunden“! (As guest with friends). This should not only be a slogan, we should treat every visitor in a friendly manner – especially if we are political representatives of our country. We can only hope, that Mr. Westerwelle will take this to heart and learn from this situation. But he must hurry, because he has only four years ;-)

  11. Ich bin zwar überhaupt kein Fan von Westerwelle und der FDP aber noch weniger von der CDU/CSU, ganz besonders einiger Ihrer Vertreter. So zB. habe ich sehr viel weniger Bauchschmerzen, wenn ich an einen Aussenminister Westerwelle als wenn ich an einen Innenminister Schäuble denke.
    Wie schrieb schon Heine: „Denk ich an Schäuble’s Innenministerium in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht.“ ( oder so ähnlich :D )

  12. Klar, hat der Herr Westerwelle das Recht, einfach bei Deutsch zu bleiben. Aber wäre es nicht unglaublich entspannend und doppelt so schnell gewesen, ihm einfach auf englisch zu sagen, dass er sich nicht zu Personalfragen äußert und damit auch nix zur Außenpolitik zu sagen hat?

  13. Ich denke auch, die Peinlichkeit besteht nicht etwa in der Tatsache, daß ein Guido Westerwelle nicht in der Öffentlichkeit Englisch sprechen mag, sondern vielmehr in den unbeholfenen Erklärungen und Argumentationen der Person in dieser Situation. Da kann man getrost erwarten, dies ist einer der angehenden ganz großen Politiker, der mit den wenigen neu-deutschen Redewendungen auch im Ausland das Ansehen der Bundesrepublik Deutschland würdevoll repräsentieren wird und wir alle machen dann so „Yeeeaaah!“. Ob man das dann im Ausland auch so gut verstehen wird, wie hierzulande?

  14. Als würde es Voraussetzungen für Ministerämter geben – außer Parteizugehörigkeit. :)

  15. Immerhin gibt er sich Mühe und macht Geschäfte mit langenscheidt. Guckst du hier: http://i38.tinypic.com/20a3u5g.jpg

    Und hier ein Entwurf: http://i34.tinypic.com/mlmuyo.jpg

    Geht doch!

  16. natürlich ist unsere amtssprache deutsch.

    aber wenn man diese einfordert, sollte man sie auch beherrschen und dann nicht wie herr westerwelle sagen:
    „es ist deutschland hier“

    ohne seine vorgemerkten witzchen ist dieser mann eine rhetorische null und daher völlig ungeeignet für das amt des außenministers.

  17. „Amtssprache“ an sich ist ja schonmal ein tolles Wort. Bin bei Sebastiang63. Als Joschka Fischer Aussenminister wurde, war sein Englisch noch um einiges schlechter als das von Westerwelle. Er hat aber wenigstens nichtmal versucht, poebelnd davon abzulenken. Er hat jetzt endlich die Aufmerksamkeit, nach der er so lange geschrien hat, und dann sowas. Wenn man sich die politischen Herausforderungen zur Zeit ansieht stellt man fest, dass es sich primaer um internationale Themen wie Klima-, Energie-, Infrastruktur-, Wirtschafts- und Finanzpolitik dreht. Wir koennen in unserem kleinen Land machen was wir wollen – wenn das nicht international mitgetragen wird, kommen wir nicht weit. Das Klima wird nicht besser, wenn ausschliesslich Deutschland auf regenrative Energien und CO2 Ausstoss-Minderung setzt. In einem vom Export abhaengigen Land entstehen keine Jobs durch Ankurbelung der Inlandsnachfrage. Insofern fallen alle Themen mehr oder weniger auf die internationale Buehne – ob wir wollen, oder nicht. Und die Tatsache, dass die BBC sich live und vor Ort fuer Deutsche Politik interessiert ist begruessenswert. Wer diesen Umstand dazu missbraucht, um nach der Wahl (!) populitisch rumzupoebeln hat noch nicht begriffen, was jetzt eigentlich von ihm erwartet wird – Konsens durch Dialog!

  18. Das kommt eigentlich immer wieder vor. So eine Aussage kann man von jedem Politiker finden, denn es ist nicht üblich in der Landessprache des Fragenden zu antworten.
    Diesen Wunsch haben Interessanterweise auch fast nur Amis.
    Was würden die aber sagen, wenn tatsächlich mal ein Franzose eine französische Antwort verlangen würde und diese dann auch bekommen würde?

    Soll für das amerikanische Fernsehen dann tatsächlich eine aussage auf Englisch aufgezeichnet werden, dann würde es reichen, den jeweiligen Politiker um ein Interview zu bitten.

    Nicht dass ich ein Freund vom WW wäre, aber das an ihm zu kritisieren ist lächerlich und zeigt nur Unwissen.
    An ihm gäbe es sehr viel anderes zu kritisieren.

  19. @wolkencloud
    diesmal war es aber die bbc

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