Ralphs Piratenblog

Die Bösen Wahlstörer (der Brief)

Veröffentlicht in ccc, hessen, hintergrund, piraten, politik, staat, wahl, wahlcomputer, überwachung by piratenblog am Januar 28th, 2008

Hier der Brief, der scheinbar an einige Wahllokal ging um vor den bösen “Wahlmanipulatoren” vom CCC zu warnen. Und das nächste mal wird vor den Wählern gewarnt, weil die ja mit ihren Stimmen den Ausgang der Wahl ändern wollen, oder wie?

An die
Wahlvorstände

In den Wahlbezirken 1 bis 20

Wichtige und eilige Hinweise für den Wahlvorstand

Die geplanten Störungen und Angriffe des CCC (Computer-Chaos-Clubs), die sich als Wahlbeobachter ausgeben und am Wahlsonntag alle acht Kommunen, die Nedap-Wahlgeräte einsetzen, aufsuchen wollen, sind ernst zu nehmen. Im Internet unter der Adresse https://berlin.ccc.de/wiki/wahl_in_Hessen vom 25.01.2008 dokumentiert.
Alle Mitglieder des CCC stehen im Chat untereinander in Verbindung und wollen Unregelmäßigkeiten mittels Fotos dokumentieren. Auch Befragungen von Mitgliedern des Wahlvorstandes sind beabsichtigt. Diese Absicht führt zwangsläufig zu Störungen im Wahllokal und muss unterbunden werden. Der Wahlvorsteher bzw. die Wahlvorsteherin sind verantwortlich für den ordnungsgemäßen Ablauf im Wahllokal und üben Hausrecht aus.
Daher sind folgende Regeln zwingend zu beachten:

1. Generelles Handyverbot in allen Wahllokalen für Besucher.
2. Keine Foto und Filmaufnahmen im Wahllokal.
3. Keine Inteviews bzw. Befragungen mit Besuchern im Wahllokal.
4. Keine Benutzung von Notebooks (Laptops) im Wahllokal.
5 Beachtung der Bannmeile von 10 Metern.

Sollten sich Personen als Wahlbeobachter im Wahllokal melden, bitte unverzüglich mich davon unterrichten, damit Absprachen getroffen werden können.
Bitte darauf achten, dass das „Öffentlichkeitsprinzip“ nicht verletzt wird. Nicht einfach des Raumes verweisen - nur bei Störungen im Ablauf der Wahlhandlung. Ruhe und Ordnung müssen gewährleistet…

Der Brief wurde abgetippt von Nightline und wurde von mir einfach nur kopiert. (siehe auch Netzpolitik)

siehe auch:

Piraten in Hamburg und Hessen

Veröffentlicht in aktivismus, fundraising, geld, hintergrund, piraten, politik, wahl by piratenblog am Januar 1st, 2008

Die Piraten in Hamburg brauchen nur noch 31 Unterschriften um zur Wahl zugelassen zu werden. Ich bin mir da mal ziemlich sicher, dass das funktionieren wird. Ein paar Unterschriften mehr um ein Polster zu haben, sollten nicht genug Stimmen zusammenkommen wird da auch noch dabei sein in den 14 Tagen die noch Zeit ist. (siehe hier)

Und für Hessen, wo die Wahlzulassung ja steht und die mitten im Wahlkampf stehen, wird noch etwas Geld gebraucht, wer also etwas Weihnachtsgeld übrig hat, kann sich mal melden bei klarmachen-zum-aendern.de (ja, es gibt Parteien, die keine Geldspeicher brauchen und die jeden Cent umdrehen müssen für ein paar Wahlkampfplakate)

Diebold ist tot, lange lebe Premier! (oder, was ist schon ein Name)

Veröffentlicht in ccc, hintergrund, piraten, politik, unternehmen, wahl by piratenblog am Dezember 19th, 2007

Beim Volkszertreter habe ich gerade gelesen, dass die Firma Diebold, bekannt für ihre Wahlcomputer (bei denen solch böse Leute wie der CCC einfach Sicherheitslücken entdecken(natürlich nur angeblich)) , vor einiger Zeit eben diesen Bereich umbenannt hat von Diebold Election Systems, Inc. nach Premier Election Solutions. Ob dies etwas mit der doch nicht 100% positiven Presse zu dem Thema zu tun hat oder einfach der Name nicht cool genug war, darf der Leser für sich selbst entscheiden. Ich denke aber, dass die meisten Leute die Firma noch lange Zeit einfach Diebold nennen werden.

Passend dazu, eine Newsmeldung bei Avant News über den neuen Presidenten der USA.  (Satire, danke an den Kassler CCC)

Science News 39/07

Veröffentlicht in DocGrey, ScienceNews, entwicklung, forschung, grün, hintergrund, international, krebs, medizin, nano, natur, wissenschaft, zusammenarbeit by piratenblog am Oktober 31st, 2007

Einwurf

Nachdem ich wieder etwas ruhe habe und Doc Grey aus dem Urlaub ist, kommen mal wieder die Science News

Einwurf Ende

Ultrafeinstäube aus Laserdruckern und Fotokopierern enthalten offenbar keine Tonerpartikel
Abschlussbericht zur Pilotstudie wird gegen Ende des Jahres erwartet
http://www.chemie.de/news/d/72112/

Düngemittelkonzern K+S sucht nach Alternativen für Kalilaugenlager
http://www.chemie.de/news/d/72443/

Polyamide from renewable raw materials
BASF launching a polyamide 6.10 on the market
http://www.chemie.de/news/e/72123/

Bei Fleisch, Milch und Honig kaum Überschreitungen von Rückstandshöchstmengen
BVL legt Jahresbericht 2006 zu Rückständen in Lebensmitteln tierischen Ursprungs vor
http://www.chemie.de/news/d/72009/
Im Jahr 2006 wurden in Deutschland 386.107 Untersuchungen an 46.565 Tieren oder
tierischen Erzeugnissen durchgeführt. Darüber hinaus wurden fast 250.000 Tiere mittels
eines Schnelltests auf antibakteriell wirksame Stoffe untersucht. Insgesamt wurde auf 664
Stoffe geprüft.
Die Belastung von Rindern und Schweinen mit unzulässigen Rückstandmengen lag bei unter
0,15 Prozent. Bei 5 von 3.213 untersuchten Rindern und 9 von 2.639 Schweinen wurden
Stoffe mit hormonaler Wirkung gefunden, deren Anwendung verboten ist.
Das seit 1994 in der Tierhaltung verbotene Antibiotikum Chloramphenicol wurde bei rund
jeder 860. Rinderprobe (4 von 3.454 Proben) und jeder 500. Schweineprobe (4 von 1.969
Proben) nachgewiesen. Einzelbefunde bei nicht zugelassenen Stoffen gab es bei
Phenylbutazon, einem entzündungshemmenden Stoff, Metronidazol, einem Antibiotikum, und
Lasalocid, einem Antiparasitikum.
Bei jedem 400. Rind und 760. Schwein waren die zulässigen Höchstgehalte von Antibiotika
überschritten.
Kontaminanten wurde in acht von insgesamt 3.828 untersuchten Proben (0,2%) nachgewiesen.
Neben Schwermetallen (4 Befunde) wurden einmal PCB, einmal Dioxine und zweimal der
Holzschutzmittelwirkstoff Pentachlorphenol über der Höchstmenge gefunden.
0,13% von den insgesamt 5.525 getesteten Geflügelproben waren mit Rückständen in
unzulässiger Höhe belastet.

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Systems 2007: Nachbetrachtungen

Veröffentlicht in bayern, blog, computer, deutschland, hintergrund, messe, münchen by piratenblog am Oktober 31st, 2007

Letzte Woche war sie wieder, die älteste Computermesse der Welt, die Systems in München.

Diesmal auf 4 Tage verkürzt und wieder nur mit 5 Hallen. Ein trauriges Überbleibsel wenn man bedenkt wie groß die Messe während der DotCom-Blase war, jedoch kam es mit vor, dass die Besucher viel optimistischer und offener waren als die Jahre zuvor. (vielleicht gibt es den Aufschwung in der IT-Branche ja wirklich ;)

Alles in allem ist die systems keine Computermesse mehr sondern eher eine Systemmesse, auf der Lösungen verkauft werden sollen, das zieht natürlich viel weniger Besucher an. Ein Stand, der nur 5 Leute im Anzug zu bieten hat (die noch dazu nur “Verkäufer” sind) anstelle von aufgeschraubten Computern und Präsentationen von neuen “Spielzeugen” lässt natürlich die Besucher einer normalen Computermesse kalt, und die kommen dann im nächsten Jahr auch nicht mehr. Das hat den Vorteil, dass mehr Besucher aus dem Vorstand kommen, was natürlich bei der Durchsicht der Visitenkarten am Ende der Messe positiv gewertet wird. ABER, der kauf von Soft und Hardware wird in den meisten klein und mittelständischen Unternehmen von den Systemadministratoren angeleiert und meist auch entschieden. Gerade dieser Teil der Kunden findet auf der systems jedoch nichts mehr, was von Interesse ist, es fehlen die Technikvorführungen, die neuen Spielsachen, das Standpersonal, das selbst 5 Jahre an der Software programmiert hat. Ich denke, die Leitung der systems und die Aussteller haben da etwas einen Fehler gemacht mit der “Ausrichtung auf die Entscheider”, vor allem, da sie nicht gesehen haben, wer die Entscheider so alles sind.

Die Besucherzahlen gesamt. Die Hallen waren dieses Jahr um einiges voller, was damit zusammenhängt, dass es wieder auf 5 Hallen verkleinert wurde (letztes Jahr hat die Messeleitung gewagt wieder 6 Hallen zu nehmen) und die Besucherzahl pro Tag fast die gleiche war wie letztes Jahr. Wenn der Bahnstreik am Donnerstag nicht gewesen wäre (die Hallen kamen mir an dem Tag LEER vor), denke ich, dass es fast so viele Besucher geworden wären wie letztes Jahr. Die Begründung, dass der Montag als besucherschwächste Tag gestrichen wird muss ein misslungener Sprung der Marketingabteilung gewesen sein, wie erwartet war der erste Tag, der Dienstag, der neue Montag und ich denke, das würde sich auch nicht ändern, wenn die Messe auf Donnerstag bis Mittwoch verschoben würde, dann wäre am Donnerstag wenig los.

Und noch ein Aufruf an alle Webdesigne, Homepageschrauber, HTML-Freaks, jsp-Junkies, …schreibt ne eMail an die Typen von der Systems und bietet ihnen an, die Webseite neu zu gestalten, es kann doch nicht stimme, dass man ne halbe Stunde suchen muss um den Anfahrtsplan zu finden oder wo der OpenSource Stand auf der Messe ist. Oder um es etwas hipper zu sagen, die Seite ist sehr “Web 1.0″ ;)

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Science News 38/07

Veröffentlicht in DocGrey, ScienceNews, forschung, hintergrund, international, krebs, links, medizin, technik, wissenschaft by piratenblog am Oktober 12th, 2007

CO2 emissions could violate EPA ocean-quality standards within decades
http://www.chemie.de/news/e/69942/

New DNA-Based Technique For Assembly of Nano- and Micro-sized Particles
http://www.chemie.de/news/e/69689/

Massenspektrometrie am lebenden Objekt
Neue Methode zur Probennahme erlaubt direkte massenspektrometrische Analyse der Hautoberfläche
http://www.chemie.de/news/d/69989/
Extractive Electrospray Ionization Mass Spectrometry

Magnetische Datenspeichertechnik der Zukunft
http://www.chemie.de/news/d/69706/
Magnetisierung von winzigen Nanoinseln durch den Einsatz von Spinströmen mittels dem spinpolarisierten Rastertunnelmikroskop

Physicists pin down atomic spin for spintronics
http://www.chemie.de/news/e/69943/

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Bundestrojaner Onlinedurchsuchung …

Veröffentlicht in computer, hintergrund, internet, piraten, politik, staat, terrorismus, trojaner, überwachung by piratenblog am August 31st, 2007

Bei Netzpolitik findet man einige Beiträge zum Bundestrojaner bzw der Onlinedurchsuchung.

Sehr Schön finde ich den “Messer und Gabel“-Vergleich, bei dem wieder klar wird, wie sehr sich die Verantwortlichen auskennen.

Auch was der Sprecher der CDU in Baden-Würtenberg diese Woche von sich gegeben hat “Die FDP muss aufwachen und erkennen, dass der Schutz der Bevölkerung schwerer wiegt als die Bürgerrechte von Terroristen” ist eine Erwähnung wert. Hier wird einfach wieder mit der MÖGLICHKEIT, dass es Terroristen geben KÖNNTE, gegen die dies EVENTUELL eingesetzt wird, gegen das Recht auf Privatsphäre einiger Millionen Bundesbürger vorgegangen. Wie ist es denn eigentlich. Die Bevölkreung soll geschützt werden. Ok, da kann man nix dagegen sagen, aber wie ist die zweite Hälfte der Aussage zu verstehen? Dass nur die Rechte von Terroristen verletzt werden? Werden also nur rechtskräftig verurteilte Terroristen überwacht?

Aber was soll das alles, heute Morgen wurde ich von Bayern 3 mit der schönen Meldung aufgeweckt, dass die Onlinedurchsuchung keine richterliche Genemigung brauchen wird (zumindest in einem zeitlich eingeschränkten Rahmen) und nicht Verdächtigte im Lauf von Ermittlungen (die ja nicht Genemigt werden müssen) so nebenbei auch noch mit ausgespäht werden dürfen.

Und weshalb man etwas Bauchweh bekommen sollte, wenn mal wieder über eine Durchnummerierung der Bürger gesprochen wird, zeigt das kleine Problem mit den 550.000 falschen Einträgen in einer Gendatenbank der britischen Polizei-Datenbank. Wenn man mal unverschuldet in so einem System drin ist* kommt man nie wieder hinaus (schon alleine deshalb, da man als Otto-Normalbürger niemals erfahren wird, wo diese Daten alle stehen und als Privatperson den Staat anklagen um die Löschung zu verlangen, naja, effektiv unmöglich)

*Datenbanken sind mein Beruf, sowas passiert schneller als man denkt. Der Computer macht keine Fehler, aber die Programmierer, die Administratoren, die Projektleiter, die Anforderer der Daten (wenn sie die Sortierung der Daten falsch verstanden haben und was ganz anderes fordern als sie eigentlich brauchen) … es gibt also mehr als genug Wege, wie es Schief laufen kann.

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US-Präsident (was die 2008 Kandidaten vertreten)

Veröffentlicht in hintergrund, international, piraten, politik, usa, wahl by piratenblog am August 7th, 2007

http://www.2decide.com/table.htm

Da stehen irgendwie ganz andere Themen als sie bei uns in Deutschland stehen würden. Jetzt fehlt nur noch eine Liste, die anzeigt, was das amerikanische Volk denn eigentlich will und….

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Auswertung von privaten EMails und anderen Feinheiten der Onlinedurchsuchung

Veröffentlicht in computer, hintergrund, onlinedurchsuchung, piraten, politik, recht, sicherheit, staat, terrorismus, überwachung by piratenblog am Juli 18th, 2007

Bei rabenhorst habe ich einen nette EMail gefunden, an der demonstriert wird, wie leicht es zu “Missverständnissen” kommen kann, wenn man einem Computer die auswertung überlässt.

Wenn so ein Automatismus über alle EMails in Deutschland gehen würde, wären plötzlich sehr viele Leute in den Staatlichen Datenbanken gespeichert und als “potentielle Gefährder” gespeichert, ohne jemals davon zu erfahren (ausser, sie werden deswegen mal inhaftiert, was hoffentlich eine schlechte Vision bleiben wird) und ohne die Chance, jemals wieder aus dieser Datenbank rauszufallen (wer sollte dieses Ausmass an Daten denn überprüfen? Die gleichen Programme etwa, die die Person vorher da rein geschrieben haben?)

ps:für alle diejenigen, die sich nicht vorstellen können, dass Programme solche Fehler machen können, ein Programm ist nur so intelligent wie derjenige, der es geschrieben hat. Viele Programmierer machen ein Programm nicht unbedingt besser (siehe die vielen Köche und der verdorbene Brei ;) Oder um meine inzwischen 20 Jahre Computer-Freak Dasein zusammenzufassen: “der Mensch macht Fehler, um richtige Scheisse zu bauen zu können, da braucht er einen Computer.”

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Godwins Law!

Veröffentlicht in computer, hintergrund, kultur, wiki, wikipedia by piratenblog am Juli 16th, 2007

Ok, es ist schon ein paar Tage her, aber die Wikipedia (bzw die Wikimedia Foundation) hat einen neuen Justiziar. es handelt sich um Mike Godwin, der das nach ihm benannte Gesetz formuliert hat.

Dieses Gesetz sagt aus, dass die Person, die in einem Argument als erstes einen Vergleich mit Nazis zieht, das Argument verloren hat. Es dürfte ich dabei um eine der ersten gewollten Verbreitungen einer Meme als Meme handeln.(Wikipedia, Wired)

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