Archive for ‘ccc’

15 April 2013

CCC zur De-Mail

Der CCC hat eine Stellungnahme an den Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages zur De-Mail abgeliefert.

Pressemitteilung folgt:

Gutachten unterstreicht Untauglichkeit der De-Mail für rechtsverbindliche Kommunikation
2013-04-14 20:53:00, erdgeist

Am Montag findet eine Anhörung zum elektronischen Rechtsverkehr im Rechtsausschuß des Deutschen Bundestages statt. [4] Der Chaos Computer Club (CCC) veröffentlicht seine Stellungnahme zum Gesetzentwurf, in der er begründet, warum der Einsatz von De-Mail keine technisch geeignete Maßnahme ist.

Um für mehr geschützten elektronischen Verkehr mit seinen Bürgern zu sorgen, versucht der Rechtsausschuß am 15. April 2013 zu ergründen, ob das Konzept der sogenannten “De-Mail” zur rechtsverbindlichen Kommunikation taugt. Es wird der altbekannte Trick versucht: Statt die naheliegende Idee zu verfolgen, das technisch deutlich angemessenere Verfahren der qualifizierten elektronischen Signatur zu benutzen, soll mit dem vorliegenden Gesetzentwurf einer einfachen De-Mail der Beweiswert einer qualifizierten elektronischen Signatur zugesprochen werden.

Das Cloud-Produkt De-Mail soll offenbar den Makel der Kostenfreiheit beseitigen, der E-Mails aus Sicht der gelben Post und einiger deutschen Freemail-Anbieter schon lange anhaftet. Einer der Hebel, mit deren Hilfe die Bevölkerung endlich zur Nutzung des Verfahrens bewegt werden soll, ist die geplante Verpflichtung zur Nutzung von De-Mail in der Kommunikation mit Behörden und Gerichten. In Zukunft soll jeglicher elektronischer Briefverkehr mit und innerhalb von Behörden und Gerichten in Deutschland nur noch über das absichtlich zu normaler E-Mail inkompatibel gehaltene Protokoll stattfinden.

Doch die De-Mail hat grundsätzliche Probleme: Bereits in vorangehenden Stellungnahmen zur De-Mail [2], [3] wurde von Seiten des CCC festgestellt, daß die Bundesregierung wider besseren Wissens auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Zertifikate in Nutzerhand verzichtet, wodurch die De-Mail kein höheres Sicherheitsniveau als eine herkömmliche E-Mail aufweist.

Was im Falle der Verschlüsselung schon eine katastrophale Entscheidung ist, wird bei der beweisfesten Kommunikation zum vollendeten Desaster: Anstelle der Nutzer sollen deren De-Mail-Provider die Inhalte von De-Mails signieren und ihnen dadurch Beweiskraft verleihen. Eine per De-Mail versendete Nachricht soll so den gleichen juristischen Wert wie ein unterschriebenes Dokument bekommen. Für den Bürger reicht dann der Verlust seines Mobiltelefons mit den De-Mail Zugangsdaten für den sprichwörtlichen Kauf einer Waschmachine.

Linus Neumann, Sachverständiger des CCC im Rechtsausschuß, erklärt dazu: “Es ist unerklärlich, wie ein solch offensichtlich untaugliches Werkzeug qua Gesetz die Salbung des Tauglichen erhalten soll. Statt einer qualifizierten elektronischen Signatur soll nun mit De-Mail unqualifizierte elektrische Makulatur staatlich verordnet werden.”

Per Gesetz soll festgelegt werden, daß nicht mehr die eigene Unterschrift, sondern die von einer Software in der Verfügungsgewalt des E-Mail-Anbieters zählt. Die Anbieter können darüberhinaus alle Inhalte mitlesen. Wieder einmal wird statt einer soliden e-Government-Strategie kurzsichtige Wirtschaftsförderung zugunsten einiger weniger Unternehmen betrieben – auch wenn dabei Rechtssicherheit und der Schutz der Bürger auf der Strecke bleiben.

Links:

[1] Stellungnahme zum Gesetzentwurf zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten http://ccc.de/system/uploads/128/original/demail_april2013.pdf
[2] Stellungnahme zum Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung sowie zur Änderung weiterer Vorschriften, 2013: http://ccc.de/system/uploads/126/original/stellungnahme-demail2013.pdf
[3] Stellungnahme: Sichere und vertrauenswürdige elektronische Kommunikation via De-Mail, 2011: http://www.ccc.de/system/uploads/64/original/CCC-de-mail-2011.pdf
[4] Öffentliche Anhörung des Rechtsausschusses am Montag, 15. April 2013, 14 Uhr: Elektronischer Rechtsverkehr: http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse17/a06/anhoerungen/43_Elektronischer_Rechtsverkehr/index.html

via golem

30 März 2012

Offener Brief von 51 Tatort-Autoren

Gestern haben ja 51 Tatort Autoren eine Schrift veröffentlicht, in der sie die “Kostenloskultur” des Internet beklagen.
Kurze Zeit später kam eine Antwort des CCC. Lesenswert sind beide, auch wenn ich eher auf der Seite der Antwortenden steh.

Aber lest einfach beide durch, egal auf welcher Seite ihr steht, denn nur wenn beide Seiten eines Konfliktes bekannt sind, kann dieser gelöst werden.

Der Anwalt Thomas Stadler hat auch etwas zu dem Ursprungstext zu sagen, unter Anderem: “Ein Text, der seinen (vermeintlichen) Gegnern Lebenslügen und Demagogie vorwirft, kann nicht nur, sondern muss als das bezeichnet werden was er ist, nämlich eine Schmähschrift. Das halte ich geradezu für ein Gebot der Sachlichkeit.

1 März 2012

Jugendtreffen des muCCC

Böse aus der ML des muCCC geraubmordkopiert (mit Einwilligung von lilafisch)

Hallo allerseits,

am Samstag, 17.3.2012 veranstalten wir erstmalig ein Jugendtreffen im CCC Muenchen. Die Veranstaltung richtet sich an Lebewesen zwischen ca. 13 und 20 Jahren. Wir werden Euch etwas ueber den Muenchner CCC und unsere Projekte erzaehlen, ausserdem koennt Ihr selber aktiv werden!
Geplant sind Software- Hardware- und Lebensmittelhacking*.

Start: 13:00 Uhr
Ende: offen, um 18:00 Uhr gibt es was gegen Hunger
Koordinaten und mehr:
N48°06.497′ E11°36.232′
Balanstr. 166 (Ecke Chiemgaustr.)
81549 München
U2 U8 S5 S6: Giesing
Bus 139 144 145: Balanstr.

Es freuen sich auf Euch gigo, lilafisch, nordlicht

*Hacking: oft kreativer Umgang mit Technik, kann auch allgemein Umgang mit bekannten Objekten/Aufgaben auf kreative Weise bedeuten.

 

Webseite des Münchner CCC: http://muc.ccc.de/

Schlagwörter: ,
14 Juni 2011

Heute offenes Treffen des Münchner #CCC

Wie jeden 2. Dienstag im Monat ist heute wieder das offene Treffen. Also jeder der Interesse hat kann (und muss ;) vorbeikommen und die anwesenden “Regulars” mit Fragen löchern. Ab 19:30 sind die Tore geöffnet.

Ich bin gerade 350km weit weg und kann deswegen nicht vorbeikommen. Also keine Angst, ich werde nicht da sein und euch nerven ;)

Adresse und so:

Balanstr. 166 (Ecke Chiemgaustr.)
81549 München
N48°06.497′ E11°36.232′
U2 U8 S5 S6: Giesing
Bus 139 144 145: Balanstr.

Weblink

5 März 2011

Musikvideo: “I Am Randy” (mit Deko vom CCC)

Dieses Video wurde in München unter Anderem im Puerto Giesing aufgenommen, einem ehemaligem Kaufhaus, welches eine Zeit lang für Kunstprojekte zur Verfügung stand.

Bei Minute 1:25 kann man im Hintergrund die vom Münchner CCC im Rahmen des Projektes ACAB (All Colors Are Beautifull) beleuchteten Fenster sehen.

1 Dezember 2010

ACAB – Das Ende

Am Samstag den 27.11.2010 wurde ACAB endgültig abgeschaltet und abgebaut.

Hier sind die letzten Minuten.

Der Abbau ging überraschend schnell, ich hatte befürchtet, dass wir ewig da stehen würden, aber das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet.

11 August 2010

ACAB – Project Blinkenlights in Farbe startet in München

Die Qualität ist nicht besonders gut, aber ist auch nur mit einem Handy aufgenommen.

Dann gab es noch das Problem, dass ich mit der Aufnahme 2 Sekunden vor dem Start aufgehört habe :) und dass der Verwacklungsschutz hier sehr unpassend war, da er die farbigen Blöcke als festen Hintergrund interpretierte und den Rest verschob.

Nähere Infos zu dem Projekt findet man unter http://acab.muc.ccc.de/

Einen Editor für eigene Bilder oder Filme findet man unter http://acabed.muc.ccc.de/ (Einführung in den Editor)

7 August 2010

AllColoursAreBeautiful Einweihung

Am Dienstag ist die offizielle Einweihung des Projektes.

Wer vorbeikommen möchte, kann sich entweder beim Gesichtsbuch eintragen oder einfach so beim Puerto Giesing vorbeikommen.

Projektseite

Puerto Giesing

4 Juli 2010

#AllColoursAreBeautiful

Hier ein Video einer Lichtinstallation des muCCC (Münchner CCC), das von Projekt Blinkenlights inspiriert ist.

Es besteht aus kleinen Platinen mit 3 LED in verschiedenen Farben, die über Netzwerk angesteuert werden können oder auch einzeln programmiert werden können.

Ort ist ein stillgelegter Hertie in München, der im Moment für Kunstprojekte freigegeben ist -> Puerto Giesing

31 März 2008

Mehr Arbeitsplätze durch Schäubles Fingerabdrücke!

Am 29. hat Heise berichtet, dass es dem CCC gelungen ist die Fingerabdrücke von Wolfgang Schäuble zu kopieren.

Bei Heise und Golem war jetzt zu lesen, dass Schäuble nicht beeindruckt ist. Zitat: “Mein Fingerabdruck ist kein Geheimnis, den kann jeder haben. Ich habe nichts zu befürchten”

Da muss man sich doch bei ihm melden und einen Abzug seiner Fingerabdrücke einfordern. Er bietet es ja an. Wenn es genug tun müssen wohl noch Leute eingestellt werden um genug Fingerabdrücke zu fabrizieren.

Und hier ist die Mailadresse. Keine Ahnung, ob die funktioniert, aber testen kann man es ja mal: wolfgang.schaeuble@bundestag.de

(Die Idee ist nicht von mir sondern aus einer der Mailinglisten des CCC)

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