LiquidFeedback Killer der FDP vorgestellt


Auf der Webseite http://fdpbayern.newdemocracy.de/ findet man den neuen “LiquidFeedback Killer” der FDP.

Ich habe noch nicht rein gesehen, das werde ich noch machen (so ich darf als nicht FDPler), bisher sind mir nur zwei Sachen aufgefallen, die mich etwas stören.

keine Open Source

Die Software läuft nur auf dem Server von “Liberalen Basis e.V.” (dem Namen nach ein Unterverein der FDP), was diesen einen Zugriff auf alle Nutzerdaten gibt. Ein weiteres Problem das sich ergibt ist, dass es sich um ein Abstimmungstool handelt, bei dem im Code schon Manipulationsfunktionen versteckt sein können, die nicht auffindbar sind.

keine freie Nutzung

Organisationen, die nicht zur FDP gehören, “benötigen einen gesonderten Vorstandsbeschluss der “Liberalen Basis e.V.””

Das schränkt die Verfügbarkeit natürlich noch weiter ein und es besteht die Gefahr, dass Organisationen, die in Konkurrenz stehen ausgebremst oder blockiert werden können.

Wir müssen jetzt noch sehen, wie sich das Tool in der Praxis macht.

Davon abgesehen, bin ich froh, dass zu den bisherigen Tools die es schon gibt ein weiteres dazu gekommen ist und damit den Druck die Entwicklung voranzutreiben erhöht.

Kleines Update gleich hinterher, laut heise.de hat die Entwicklung 400.000€ gekostet.

Noch ein Update: Lauer hat sich die Sache angesehen.

3 Kommentare to “LiquidFeedback Killer der FDP vorgestellt”

  1. Closed Source ist im Moment Absicht, Da es im Moment keine ausgearbeitete Lizenz gibt, um z. B. trotz Open Source eine Nutzung durch Nazi-Gruppierungen zu unterdrücken.

    Die Liberale Basis ist meines Wissens liberal und wird das Tool auch anderen Demokratischen Parteien zur Verfügung stellen. Aber hier gibt es eine ähnliche Problematik wie beim ersten Punkt.

    Die 400.000 sind eine Schätzung der Aufwände, die Michaela in Form von Manpower aus ihrer Firma in das Projekt gesteckt hat. Die FDP hat keine Lizenzgebühren dafür zahlen müssen.

    Lauer hat drauflosgetippt ohne eine Ahnung zu haben, was die Idee hinter ND ist. Geleitet nur von seinem persönlichen Feindbild ;-)

  2. Wie meinen?

    Ein Tool zur DEMOKRATISCHEN Mitbestimmung wird unter Verschluss gehalten, weil es sonst von Nazis verwendet werden könnte?

    Diese Ausrede ist doch wohl ein ganz schlechter Witz oder?

  3. Unter Verschluss? Nöö, jede demokratische Partei und auch interessierte Verbände können bei der liberalen Basis Gratis-Lizenzen bekommen.

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