Archiv für März, 2010

März 31, 2010

Alternative Firmware für PS3?

Die Firmware der alten Playstation 3, die noch ein alternativ Betriebssystem (Linux) zulässt soll ja mit dem nächsten Update so umgestellt werden, dass das alternative OS nicht mehr anwählbar ist. Sony hat Sicherheitsbedenken als Grund angegeben, im Allgemeinen wird vermutet, dass es ein Schutz gegen Raubkopien sein soll.

Der Hacker George „Geohot“ Hotz empfiehlt PS3 Besitzern momentan dieses Update fallen zu lassen und auf eine alternative Firmware zu warte, die er entwickelt. Diese Alternative Firmware soll nur die „other OS“ Funktion beibehalten, jedoch keine Möglichkeit zum Abspielen von Raubkopien bieten.

Man darf gespannt sein, wie Sony darauf reagiert.

Quelle: golem, golem

März 30, 2010

Gründung KV Landau/SÜW

Morgen werde ich wohl die Gründung des Kreisverbandes Landau/Südliche Weinstrasse besuchen. Ich bin gerade in der Nähe und wer weiss, eventuell sehe ich dort ja einige bekannte Gesichter aus der alten Mailboxzeit?

Die Kreisverbandsgründung findet am 31.3.10 ab 19 Uhr im Kühlen Krug (Horststrasse 5, Landau) statt.

Ich bin mal gespannt, wie das hierzulande so abläuft.

März 29, 2010

[PM] Piratenpartei Bayern veranstaltet 4. Landesparteitag

Eine Pressemitteilung der Piratenpartei Bayern

Segel setzen und Klarmachen zum Ändern!
In piratiger Tradition laden die bayerischen Piraten am 10. April 2010 ihre Mitglieder, interessierte Bürger und die Presse ein, dem 4. Landesparteitag beizuwohnen. Ab 11:00 Uhr wollen die Piraten im „Großen Saal“ der Stadthalle Fürth (Rosenstraße 50) die Segel hissen. Einlass und Akkreditierung starten um 10:00 Uhr.

Der mit über 2600 Mitgliedern größte Landesverband wird an diesem Parteitag seine Strukturen verbessern und damit der Mitgliederexplosion des letzten Jahres Rechnung tragen. Es stehen Änderungen der Satzung sowie programmatische Arbeit auf dem Programm.

Aus gegebenen Anlass weisen wir darauf hin, dass beim Landesparteitag der PIRATEN von Firmen keine exklusive Zeit mit unseren Vorständen gekauft werden kann. Unsere Vorstände stehen auch ohne finanzielle Hintergedanken für Gespräche zur Verfügung.

Weitere Informationen sowie den geplanten Tagesablauf finden Sie auf unserer Webseite http://www.piratenpartei-bayern.de/ und auf unserer Wikiseite http://wiki.piratenpartei.de/Landesparteitag_Bayern_2010.1

Quelle: Piratenpartei Bayern

Ich werde an dem Tag leider nicht da sein, da ich bei einer anderen Veranstaltung eingeplant bin, die eine etwas längere Vorlaufzeit hatte. (und ich habe seit meinem Eintritt im Januar 2007 keinen BZP, LPT oder BPT verpasst der meinen Wohnort abgedeckt hat,also mache ich mir da nicht viel Sorgen, der Rest von euch hat aber keine Entschuldigung ;)

März 29, 2010

OpenSourceTreffen in Darmstadt

Am 16. und 17. April findet in Darmstadt ein OpenSourceTreffen statt. Neben einigen Vorträgen gibt es natürlich auch GPG Keysigning und CAcert Assurance.

Nähere Infos auf der Webseite

März 29, 2010

Netzsperren von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström gefordert

Die EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström fordert in einem Artikel der FAZ die Einführung von Netz-Sperren. Sie benutzt dabei die gleichen Argumente, die unsere liebe Zensursula benutzt hatte und inzwischen in der Politik in Deutschland kaum mehr benutzt werden.

Eine direkte Antwort darauf gibt es bei AK-Zensur.

Siehe auch: tutsi, welt, heise, focus, netzpolitik, Tech-Nerds

quelle

März 29, 2010

Sony wirft Linux endgültig von PS3 runter

Sony möchte mit dem Update v3.21 nun auch bei der alten Playstation 3 die Linuxunterstüzung abschalten. Als Grund werden Sicherheitsbedenken angegeben.

Wer das Update nicht einspielt darf natürlich einige funktionen der Konsole nicht mehr anwenden.

Quelle

März 28, 2010

Modellbaumesse in Karlsruhe

Die Modellbaumesse aus Sinsheim ist nach Karlsruhe umgezogen und ich habe einige Bilder davon gemacht. Ich habe mich etwas darüber gewundert, dass bis auf eine handvoll Halbfertigmodelle keinerlei Quadrocopter zu sehen waren. Ist wohl eine komplett andere Art von Leuten, die sich an diese Dinger wagen.


Ist nur eine kleine Auswahl an Bildern, wer eines in voller Auflösung will melde sich einfach bei mir.

März 27, 2010

Gutschein 75% auf Demigod

Wer Interesse hat, mit dem Code DGFRIEND-4578829 bekommt man 75% Nachlass, wenn man sich bei Stardock die Downloadversion von Demigod kauft.

(wenn einige hundert Leute das Angebot annehmen kann ich eventuell sogar was gewinnen *lach* als ob)

Geht bis zum 8.4.2010.

März 27, 2010

Energiesparlampen im Test

Für die Zeitschrift Test 4/2010 wurden Energiesparlampen getestet. Leider kommt bei dem Test raus, dass es in Deutschland wohl so gut wie keine kaufenswerte Energiesparlampen gibt. Von 28 Modellen gab es nur 3, die gute Bewertungen erhalten haben.

Eine Bilderstrecke mit allen getesteten Modellen und den zugehörigen Noten findet man bei Stern.de, jedoch ohne genauere Angaben zum Test. Diese findet man aber in der Zeitschrift und auf der Webseite der Stiftung Warentest. Kostt zwar eine Kleinigkeit, aber Energiesparlampen sind ja teuer genug, dass es sich lohnt etwas Geld auszugeben um zu erfahren, wie hell sie ist und wie lange sie denn hält.

März 25, 2010

EU-Ministerrat will Internetsperren

Laut dem AK-Zensur möchte der EU-Ministerrat Internetsperren einführen.

Pressemitteilung des AK-Zensur:

Pressemeldung des Arbeitskreises gegen Internet-Sperren und Zensur zu Access-Blocking auf EU-Ebene und zur „Dialogveranstaltung Perspektiven Deutscher Netzpolitik – Das Internet als Mehrwert erhalten“ des Bundesinnenministers am 24. März 2010

Die Ermittler müssen technisch und fachlich auf der Höhe der Zeit sein. Es ist ein Unding, wenn in einem LKA sechs Beamten der Internet-Abteilung nur zwei internetfähige Computer zur Verfügung stehen. Ermittler, die im Bereich der Internet-Kriminalität arbeiten, sollten zumindest jeweils einen internetfähigen PC haben, diesen souverän bedienen können und rudimentäre Kenntnisse in mindestens einer Programmiersprache haben.

Anlässlich der „Dialogveranstaltung Perspektiven Deutscher Netzpolitik – Das Internet als Mehrwert erhalten“ des Innenministeriums am 24. März veröffentlicht der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) ein geheimes Dokument des Rates der Europäischen Union (Ministerrat) zur Kriminalitätsbekämpfung im Internet und nimmt gleichzeitig zu den Leitfragen des BMI Stellung.

Download des Dokuments vom Ministerrat:
http://ak-zensur.de/download/europarat–access-blocking-re01.en10.pdf

Das Dokument nimmt Bezug auf Bestrebungen zur Bekämpfung von Kinderpornografie im Internet. Es propagiert die Fortsetzung des Projekts CIRCAMP. Bei einem der wesentlichen Bestandteile von CIRCAMP handelt es sich um einen mit dem Zugangserschwerungsgesetz vergleichbaren Ansatz. In der EU werden Access-Blockaden und Stopp-Schilder auf internationaler Ebene geplant. Und gerade im europäischen Kontext ist es erschreckend, dass die Mitgliedsländer nur bei der Erstellung einer Filterliste, nicht aber bei der Entfernung der Dokumentation sexuellen Missbrauchs von Kindern kooperieren wollen.

Nachdem wir in Deutschland einen überparteilichen Konsens und ein klares Statement gegen eine fatale Symbolpolitik erreicht haben, ist die deutsche Politik nun in der Verantwortung, dieses Ergebnis auf internationaler Ebene zu verteidigen. Die Fragen, die in der heutigen Runde mit dem Bundesinnenminister gestellt werden, sind richtig und wichtig – doch genauso klar und eindeutig müssen die Antworten darauf ausfallen.

Die Antworten des AK Zensur auf die Fragen des Innenministers:

Wie gehen wir mit Konflikten zwischen der Freiheit des Informationszugangs und der Bekämpfung rechtswidriger Inhalte im Internet um?

Die Informations- oder Rezipientenfreiheit – also das Recht eines jeden, sich aus allen öffentlich zugänglichen Quellen frei zu unterrichten – ist ein wesentliches Element unserer wehrhaften Demokratie. »Feindsenderverbote« hingegen sind Kennzeichen autoritärer Regime. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts im Fall „Einfuhrverbot / Leipziger Volkszeitung“ (BVerfGE 27, 71) umfasst das Recht, sich frei zu unterrichten, sowohl die schlichte Informationsaufnahme als auch die aktive und ungehinderte Informationsbeschaffung. Ungehindert bedeutet dabei frei von rechtlich angeordneter oder faktisch verhängter staatlicher Abschneidung, Behinderung, Lenkung, Registrierung und sogar „frei von unzumutbarer Verzögerung“.

In dem Themenkomplex des seit über einem Jahr diskutierten Zugangserschwerungsgesetzes stellt sich die Frage nach Abwägung zwischen Freiheit des Informationszugangs und Bekämpfung der Inhalte nicht. Die Verbreitung von Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern (oft verharmlosend „Kinderpornografie“ genannt) ist ein Verbrechen. Sie ist weltweit geächtet und kann weltweit bekämpft werden. Und genau das muss getan werden, nämlich echte Verbrechensbekämpfung, anstatt Internetseiten mit einem Schild zu versehen, an dem wir nicht vorbeilaufen sollen und es doch problemlos könnten.

Wie können rechtliche Instrumente ausgestaltet werden, um illegale Inhalte zu bekämpfen, ohne die Freiheitsrechte der Beteiligten mehr als notwendig einzuschränken?

Eine Studie der Universität Cambridge zeigt, dass Banken es im Durchschnitt innerhalb von vier bis acht Stunden schaffen, Betrugs-Webseiten (sogenannte Phishing Websites) zu löschen – weltweit. Wenn dies bei simplen Betrugs-Webseiten möglich ist, warum klappt dies nicht bei den weltweit nicht nur verbotenen, sondern geächteten Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern?

Welche Verantwortung haben Internet-Dienstleister bei der Bekämpfung illegaler Inhalte?

Hier ist zuerst die Frage zu stellen, was in diesem Kontext unter „Internet-Dienstleister“ und was unter „illegale Inhalte“ zu verstehen ist. Beides deckt einen breiten Bereich ab.

Internet-Zugangsanbieter (Access-Provider) sind Telekommunikations-Dienstleister und genausowenig dafür verantwortlich, was ihre Kunden machen, wie ein Telefonie-Anbieter für die Gespräche seiner Kunden verantwortlich sein kann.

Inhalts-Anbieter (Content-Provider) sind natürlich für ihre Inhalte selbst verantwortlich.

Gegen Anbieter von Speicherplatz (Hosting-Provider) sollte nur unter strengen Auflagen und nur dann vorgegangen werden, wenn ein Vorgehen gegen den Inhaltsanbieter gescheitert ist.

Sind Netzsperren als Ultima ratio denkbar? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen (rechtlich/technisch)?

Nein, Netzsperren sind auch als Ultima ratio kontraproduktiv:

Wer Access-Blocking einsetzt, publiziert damit quasi die Liste der betroffenen Seiten: Sobald Webseiten blockiert werden, lässt sich einfach abfragen, ob eine bestimmte Seite auf der Liste steht. Dadurch ist es mit relativ geringem Aufwand möglich, die Sperrliste herauszufinden. Dies ist keine Theorie, sondern wurde bereits praktiziert.

Betreiber einschlägiger Angebote können automatisiert prüfen, ob ihre Webseiten auf einer Sperrliste stehen, und somit feststellen, ob sie im Fokus der Ermittler stehen. Internet-Sperren sind daher ein Frühwarnsystem für Kriminelle.

Wie können wir den Grundsatz „Löschen vor Sperren“ international umsetzen? Was tun wir, wenn die internationale Kooperation an Grenzen stößt?

Der Grundsatz darf nicht „Löschen vor Sperren“ heißen, sondern „Löschen und Täter verfolgen statt Inhalte verstecken und Täter schützen“. Sowohl das Löschen als auch die Strafverfolgung der Täter ist weltweit möglich. Oft wird auch damit argumentiert, die Mehrheit illegaler Inhalte würde aus Staaten verbreitet, in denen eine Verfolgung der Täter nicht möglich sei. Dies ist erwiesenermaßen falsch. Alle Analysen zeigen: Die Mehrheit der Webseiten der bekannten Sperrlisten kommt aus den USA und Westeuropa inklusive Deutschland. Dies belegt auch eine kaum bekannte Analyse des BKA der dänischen Sperrliste. Die häufigsten Server-Standorte sind dort, nach Anzahl der Webseiten:

USA: 1148; Deutschland: 199; Niederlande: 79; Kanada: 57

Auf keiner Sperrliste anderer Länder befindet sich auch nur eine Webseite, die aus einem der sogenannten Failed States verbreitet wird, wie dies vom BKA öffentlich immer wieder behauptet wurde.

Welche Ausstattung benötigen Polizei und Staatsanwaltschaften, um besser gegen illegale Inhalte vorgehen zu können?

Quelle: AK-Zensur (über golem(zusammenfassung))

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