Connichi 2009: Publisher treffen auf Fansubber


Auf der Connichi findet eine Diskussion zwischen Publishern und Fansubbern statt.

Podiumsdiskussion: Steht die Anime-Kultur vor dem Untergang?
…weil immer weniger Fans für Animes bezahlen wollen.

Vielerorts im Internet kann man Animes kostenfrei downloaden oder als Stream anschauen.
Auf Videoplattformen wie Youtube, auf Webseiten von Fansub-Gruppen und auf einschlägigen Raubkopieportalen gibt es alles was das Animeherz begehrt – natürlich umsonst. Immer mehr Animefans halten es deshalb für normal, dass Animes nichts kosten und sind nicht bereit für ihr Hobby Geld zu bezahlen. Wenn aber niemand mehr für Animes bezahlt, wird es bald keine Unternehmen mehr geben, die neue Animes produzieren und vertreiben. No Money – no new Animes! Das ist keine ferne Untergangsvision, sondern eine Entwicklung, die weltweit bereits voll im Gange ist.

Schuld an dieser Krise der Anime-Branche sind natürlich immer die anderen: die Verlage, die für DVDs und VoD zu hohe Preise verlangen; die Fansubs, die mit ihrem Pioniereifer den Markt kaputt machen, die notorischen Raubkopierer, die sich für Robin Hoods des Internetzeitalters halten und die Animefans, die es für normal erachten, dass es im Internet alles kostenlos gibt.

Letztlich sitzen Verlage, Fansubber und Fans im selben Boot. Will man dieses Boot vor dem Untergehen bewahren, müssen alte Feinbilder aufgegeben und neue Kooperationen geschmiedet werden. Auf der Connichi 2009 werden sich dazu Vertreter aller Gruppen der Anime-Kultur auf öffentlicher Bühne an einen Tisch setzen.
Das gab es noch nie!

Teilnehmer der Diskussion

Andreas Vogler Moderator / Animexx e.V.
Dirk Remmecke Verlag Anime Virtual
Dr. Joachim Kaps Verlag Tokyopop
Dinoex Fansub-Portal fan-sub.de
Conanmichi Fansub-Portal animefansubs.org
Artemis, Godfather, Warkiller Fanaktivisten
Dr. Matthias Leonardy GVU – Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen
Claude Moyse Anime-Magazin Koneko

Quelle

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2 Kommentare to “Connichi 2009: Publisher treffen auf Fansubber”

  1. Ich sehe es immer noch als größtes Problem, dass die Qualität der Fansubs die Qualität der “offiziellen” Übersetzungen meist um Längen übertrifft.
    Man hat nicht die Wahl zwischen 2 gleichen Sachen – die eine kostenlos, die andere kostenpflichtig – man hat die Wahl zwischen einer kostenlosen Sache von höherer Qualität und einer kostenpflichtigen Sache minderer Qualität.

    Aber bin mal auf das Ergebnis von dem sicherlich hochinteressanten Podium gespannt:)

  2. Seh ich leider aehnlich… wenn man dann noch die – tatsaechlich sehr hohen – Preise fuer Anime [zumindest in Deutschland] mit einbezieht, kann ich verstehen, dass Leute keine Lust haben, fuer sowas Geld auszugeben. Ist aehnlich wie bei den Spielen [siehe Kopierschutz/DRM]… mehr Geld fuer weniger.

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