Ralphs Piratenblog

Gedruckte Wikipedia: Auf ein Neues?

Veröffentlicht in web20, wiki, wikipedia, zusammenarbeit by piratenblog am April 22nd, 2008

Bertelsmann will ein “Wikipedia-Kompakt” Buch drucken lassen.

Geplant sind 50.000 Artikel auf 1000 Seiten. Das Buch soll 19.95€ kosten, davon soll 1€ an Wikimedia e.V. gehen.

Voraussichtlich werden nur gekürzte Artikel bzw die Artikeleinleitungen abgedruckt, und selbst das dürfte noch ziemlich eng werden bei 50 Stichwörtern pro Seite.

Laut laut Mathias Schindler wird die Wikipedia durch die Arbeit des Verlages einige Vorteile haben.

Wikipedia profitiert hier in mehrfacher Hinsicht:

1. Die Lexikonredaktion des Verlags wird ihre Arbeit in die Wikipedia zurückfliessen lassen, beispielsweise die Arbeit an den jeweiligen Einleitungsabsätzen.
2. Wir erreichen mehr Leser und möglicherweise auch neue Autoren.
3. Für jedes verkaufte Exemplar fließt ein Euro an Wikimedia.

fragen die sich im Moment noch jedem stellen sind z.B. ob es eine Veröffentlichung in einem computerlesbaren Format (z.B. PDF) geben wird, wie das Problem mit der Auflistung der Bearbeitungshistorie gelöst wird und vor allem, wie die Artikel ausgewählt werden. Viele Personen scheinen auch noch nicht verstanden zu haben, dass JEDER Artikel aus der Wikipedia kopieren und verkaufen darf ohne sogar etwas dafür zu bezahlen, solange er sich an die Lizenz hält. Das hat nichts mit Betrug oder sonst etwas zu tun, das war von Anfang an ein Bestandteil der Planung mit der versucht wurde das gesammelte Wissen so weit wie möglich zu verbreiten.

Mathias Schindler hat auf seiner Benutzerseite eine Unterseite, die sich mit einigen der Probleme befasst.

Links:

4 Responses to 'Gedruckte Wikipedia: Auf ein Neues?'

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  1. dolcevita said, on April 22nd, 2008 at

    hi Ralph, bin auch gespannt, wie das Lexikon aussehen wird, vielen Dank für den Link!
    LG

  2. Nach der Wikipedia die Sinnflut « Beraterblog said, on April 22nd, 2008 at

    [...] wird. Entsprechende Konzepte gibt es ja bereits. Trotzdem freue ich mich natürlich schon auf eine gedruckte Version der Wikipedia, prima wäre natürlich auch wenn die Artikel komplett abgedruckt werden [...]

  3. achim raschka » Blog Archiv » Einbänder said, on April 23rd, 2008 at

    [...] aktuell der frisch angekündigte Einbänder ganz intensiv diskutiert wird und ich eigentlich wenig Lust habe, die ganzen Diskussionen zu verfolgen, [...]

  4. Johannes Moskaliuk said, on April 26th, 2008 at

    Achso. Man braucht die Marke Wikipedia als Verkaufsargument. Der letzte Versuch also, das Medium des gedruckten Lexikons zu retten und das Ganze etwas Richtung Web und 2.0 zu bringen. User-Generated heißt hier also, der User sucht aus was drin steht. Null Aufwand, null Nutzen - maximaler Gewinn.

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