(Update) CDU fordert aktive Zensur auf jedem Rechner
Laut einem Artikel bei Heise fordert der CDU LV Sachsen, dass der Besitz von sogenannten Killerspielen unter Strafe gestellt wird (es wird nicht von irgendwelchen Altersgrenzen mehr gesprochen) und um dies durchzusetzen fordern sie “aktive elektronische Filter”.
Die einzige Möglichkeit solche Filter zu verwirklichen ist eine Fernsteuerung der privaten PC von einer zentralen Regierungsstelle aus, alle anderen Möglichkeiten lassen sich sehr einfach aushebeln und sind damit sinnlos.
ein Rechner, der von einer Zentralen stelle aus kontrolliert wird, ist natürlich sofort offen für Überwachung und Zensur. Betriebssysteme wie Linux werden damit automatisch illegal, da jeder das System so einstellen kann, dass die entsprechenden Programme nicht mitinstalliert werden.
Und da fällt mir noch etwas ein, propagiert da nicht schon die ganze Zeit eine Firma verschiedenste Filtersysteme und taucht immer wieder bei TV Sendungen auf und schimpft gegen alles, was ihre Filter filtern können? Ob die CDU Sachsen da wohl einige unabhängige Berater hatte?
Update: Vielen Dank an Rene, der mich darauf aufmerksam gemacht hat in seinem Kommentar, dass dadurch natürlich ein Internetanschluss zur Pflicht wird, da sonst der Filter nicht mit den aktuellsten Daten gefüllt werden kann und dann werden neue Programme natürlich nicht am Start gehindert.
Die Alternative wäre natürlich, dass alle Programme aktiv freigeschaltet werden müssen. Dies hat natürlich den Nachteil, dass es eine Behörde geben wird, die alles Freischalten muss und dies wird wieder Gebühren kosten, welche z.B. von keinem OpenSource Projekt gezahlt werden könnte. Des Weiteren würden viele Programme von ausländischen Firmen niemals in Deutschland lauffähig sein, da es einfach zuviel Aufwand ist für eine Firma in z.B. Japan in Deutschland in einer Behörde vorstellig zu werden.
Das das Filtern von Bildern und Filmen sinnlos ist, weil ein Programm sich nur die puren Daten, nicht jedoch den Film als solches ansieht und versteht, ist ja auch klar. Und ein fester Filter, der sagt, dass der Film “Jodeln in der Lederhose” (ich denke, jedem ist klar was ich meine) nicht laufen darf… der Film wird in ein neues Format umgewandelt (5 Minuten Zeitaufwand) und dann wird er nicht mehr erkannt, oder man nennt den Film einfach um in “Das Jodeln inner Lederhose, ein Mensch kann das Problemlos zuordnen, ein Computer kann nur noch sagen, dass der Name zu X% übereinstimmt, und Filme wegen dem ähnlichen Namen zu sperren, nunja, es gibt genug Pornos, mit Namen, die an berühmte Filme angelehnt sind, werden die dann gleich auch gesperrt?



Hm, damit wäre ja auch schon das nicht-vorhandensein eines Internetanschlusses strafbar, bzw. das offline-sein.
Also, so gesehen unmöglich umsetzbar.